Wahl-Spezial: Urgestein trifft Nachwuchstalent

Shownotes

Nicht nur meckern, sondern machen: Wer sich politisch engagiert, hat die Chance, auch etwas zu verändern. So sehen das die beiden Gäste, die zum Gespräch in die HAZ-Redaktion gekommen sind. Kurz vor der Kommunalwahl treffen hier zwei Generationen aufeinander: Der 76-jährige Christdemokrat Klaus Krumfuß war jahrzehntelang in der Politik und tritt nun zum ersten Mal nicht wieder zu einer Wahl an. Konstantinos Rousodimos ist 20 und steht als Vorsitzender des Jugendparlaments im Landkreis Hildesheim am Anfang seines politischen Weges. Gemeinsam diskutieren sie in einer Wahl-Spezial-Folge des Podcasts „HAZ gehört – Thema der Woche“ mit der stellvertretenden HAZ-Lokalchefin Ulrike Kohrs und Chefreporter Jan Fuhrhop darüber, was vielen Politikern fehlt, über Frust und Verantwortung, Gefahren für die Demokratie – und darüber, was die ältere Generation wirklich verbockt hat.

Alle Artikel zur Kommunalwahl gibt es unter www.hildesheimer-allgemeine.de/kommunalwahl

Gastgeber: Ulrike Kohrs, Jan Fuhrhop Gäste: Klaus Krumfuß, Konstantinos Rousodimos Produktion/Schnitt: Clemens Heidrich

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00:00:00: Nicht nur meckern, sondern machen.

00:00:02: Wer sich politisch engagiert hat die Chance auch etwas zu verändern.

00:00:05: So sehen das die beiden Gäste, die heute bei uns im Podcaststudio sind.

00:00:09: Kurz vor der Kommunalwahl treffen hier zwei Generationen aufeinander.

00:00:13: Der Sechsundsebzig-Jährige Klaus Krumpfus war jahrzehntelang in der Politik und tritt nun zum ersten Mal nicht wieder zu einer Wahl an.

00:00:20: Konstantinos Rosodimos ist zwanzig und steht als Vorsitzender des Jugendparlaments im Land Greisildesheim am Anfang seines politischen Weges Vielleicht auch in eine große politische Karriere.

00:00:31: Gemeinsam sprechen Sie mit uns darüber, was vielen Politikern fehlt über Frust und Verantwortung gefahren für die Demokratie und darüber, Was die ältere Generation wirklich verbockt hat.

00:00:42: Mit mir hier im Studio ist meine Kollegin Ulrike Kors.

00:00:45: Mein Name ist Jan Fuhrup Und das ist Hatz Gehört Thema der Woche mit einem Wahlspezial.

00:00:54: Herr

00:00:58: Kumpf, Sie sind jetzt siebzig Jahre alt und haben ja vergangenes Jahr schon angekündigt dass Sie nicht mehr antreten werden.

00:01:06: Jetzt sind wir mittendrin in der heißen Phase des Wahlkampfes.

00:01:09: das kann man glaube ich so sagen bereuen Sie es jetzt schon ein bisschen?

00:01:13: Nicht mehr angetreten?

00:01:14: Juckt's Ihn Fingern.

00:01:14: würden Sie gerne nochmal oder sind Sie noch fein mit der Entscheidung?

00:01:18: Nein!

00:01:18: Ich bin total fein.

00:01:21: Natürlich ist es so, dass das nicht unberührt an mir vorbeigeht.

00:01:27: Dieser Wahlkampf der jetzt im Moment läuft... ...dass man sich darüber Gedanken macht.

00:01:32: und jetzt bin ich mal ganz ehrlich.

00:01:34: natürlich habe ich immer noch im Hinterkopf meine Gedanken was würdest du jetzt machen?

00:01:40: Welche Schwerpunkte würdest Du bilden und alles was so dazugehört?

00:01:45: Ich habe Wahlkämpfe immer sehr gerne gemacht Gerade so, ich liebe das den Umgang mit den Menschen für die Menschen da sein zu können und mal deren Sorgen und Nöte aufgreifen zu können.

00:02:01: Und das passiert am besten vor der

00:02:02: Hausdürre.".

00:02:03: Da kommen wir ja gleich nochmal zu weil Ihnen das auch tatsächlich einen ganz besonderen Namen eingebracht hat im Landkreis.

00:02:09: aber da wollen wir noch nicht vorweggreifen.

00:02:11: lassen Sie uns noch einen kleinen Blick zurückwerfen.

00:02:13: sie sind In Duigen zum ersten Mal ein Gemeinderat und in den Samtgemeinderat gewählt worden.

00:02:20: Drei Jahre später, das erste mal im Kreistag, und in dem Jahr deklar sind sie Landtagsabgeordnete tatsächlich gewesen immer für die CDU.

00:02:28: Da müssen wir auch noch einmal dazu sagen eine wahnsinnig lange Berufspolitiker-Karriere liegt hinter ihnen.

00:02:34: Ich glaube, in den letzten Jahren sind sie dann nicht mehr eingezogen, wenn ich mich richtig erinnere als sie von den örtlichen Christdemokraten das erste Mal angeschoben worden sind, haben Sie sich davor stellen können, jemals so eine Politikerkarriere hinzulegen?

00:02:49: Auch so ne lange.

00:02:50: Nein!

00:02:50: So eine nicht.

00:02:52: natürlich habe ich mich gefreut.

00:02:53: Ich wurde ja sechsten Achtzig schon angesprochen da gab es aber für mich dienstliche Voraussetzungen die das aus meiner Denker heraus unmöglich gemacht haben.

00:03:05: Ich greif einmal dazwischen sie sind Polizeibeamter gewesen nur für unsere Zuhörer und Zuhörerinnen

00:03:12: Ja, ich war Polizeibeamter und das auch sehr gern.

00:03:15: Also viele haben ja gedacht jetzt flüchtet er aus dem Polizeibereich raus als sich dann in den Landtag gewählt wurde.

00:03:24: Das war nicht so.

00:03:26: zurückkommt auf die kommunalpolitische Karriere in Anführungsstrichen.

00:03:37: weil ich mir in der Zwischenzeit natürlich Gedanken gemacht habe.

00:03:40: Dienstlich hatte sich das auch verschoben, also ich war nicht mehr für Dwingen dann vorgesehen sondern man hat eine andere Verwendungslinie für mich entdeckt und habe gedacht was gibt es eigentlich schöneres als vor der eigenen Haustür sich um die Probleme kümmern zu können?

00:04:02: Ich war immer einer der auch offen Probleme angesprochen hat und somit dachte ich mir, dass ja eine gute Möglichkeit selbst tätig zu werden.

00:04:12: Nicht immer nur vom Sofa kritisieren, sondern selbst mal etwas machen.

00:04:20: Mein Einspruch von mir, der mich durch mein Leben begleitet hat ist Handeln statt wegschauen.

00:04:29: mit großer Freude dann kandidiert, aber das sage ich hier auch mal ganz offen war schon.

00:04:35: Ich hatte Spätdienst, konnte also nicht in Duing im Rathaus sein und das Ganze abwarten sondern musste meinen Dienst natürlich machen.

00:04:47: schaffe ich es reinzukommen?

00:04:49: Und ja, mit welchem Ergebnis?

00:04:51: Also nichts wäre mir peinlicher gewesen zu der Zeit als zu kandidieren und dann ist es nicht zu schaffen, weil dann freuen sich natürlich alle die.

00:05:04: Die ist gut mit mir meinen.

00:05:06: Weilen Sie uns mal ein wie war denn das erste Wahlergebnis?

00:05:08: Das erste

00:05:09: Wahllergebnis?

00:05:09: ich habe die Zahlen tatsächlich das sind Zahlen die ich nie vergessen werde.

00:05:14: Ich habe im Flecken auf Anhieb dreihundertsechzehn Stimmen bekommen und auf Samtgemeinde eben eine Vierhundert-Sebzig.

00:05:23: Das ist ein Pulsar, das man aufbauen kann?

00:05:25: Damit hatte ich den zweiten Platz bei den CDU-Kandidaten.

00:05:31: darüber mich sehr gefreut dass sich diesen Vertrauensbonus bekommen habe.

00:05:35: Herr Rosodimos Sie sind jetzt zwanzig Jahre alt haben gerade ihr Abitur gemacht an der Robert Bosch Gesamtschule.

00:05:41: Glückwunsch noch dazu.

00:05:43: und sie sind gerade noch aktuell Vorsitzender des Jugendparlaments in Hildesheim.

00:05:48: Sie sind vor vier Jahren, haben sie erzählt eingetreten, Jugendparlament-Vorsitzender seit drei Jahren knapp.

00:05:55: In den kommenden Wochen wird ein neues Jugendparlement gewählt.

00:05:58: da werden sie dann nicht mehr dabei sein weil ihr Plan ist.

00:06:01: Haben sie im Vorgespräch verraten zur Bundeswehr zu gehen zumindest erst mal für einen Jahr.

00:06:05: aber sie waren jetzt sehr früh in jungen Jahren oder wenn man es gehört hat früher als Herr Kumpfus Wenn man es von Lebensalter nimmt, aktiv in der Politik ist ja die Jugendparlament auch.

00:06:20: Sie engagieren sich da und interessieren sich dafür.

00:06:23: Träumen sie auf von so einer langen Karriere?

00:06:25: In der Berufspolitik oder Kommunalpolitik wie Herr Kumpfus oder was ist bei ihnen die Lebensplanung nach diesen Erfahrungen im Jugendparlement?

00:06:33: Also Träume sind eine Sache und dann muss man ein bisschen auf das gesamte Leben schauen.

00:06:37: ... bekommt oft gesagt, vielleicht vom Umfeld oder von Freunden.

00:06:42: Hey!

00:06:43: Guck dir das vielleicht noch mal an?

00:06:44: Vielleicht passt das... Oder vielleicht wärst du dann doch nicht so ganz fehl am Platz wie es du dir jetzt vielleicht vorstellst.

00:06:50: Aber ich finde so eine Sache kann man nicht im Voraus planen.

00:06:53: Weil ich finde in der gewisse Weise muss das auch... Ist das ein bisschen so ein Charakterspiel, wie hier Künfrustas auch gesagt hat, ne?

00:06:59: Man kann einfach nicht sagen okay, ich will das jetzt machen und wie man ganz einfach sagen kann.. Okay Ich will Polizeibeamter werden und dann ist das sage ich mal in der Hand einer Sache von Leistung.

00:07:07: Man muss die Kontakte haben ... sag ich mal so einen gewissen Charakter haben, damit man da eben reinpasst.

00:07:12: Ich glaube da... ne?

00:07:14: Ich sehe schon das nicken!

00:07:16: Das ist auf jeden Fall so und ich finde so eine Sache muss ein bisschen kommen von sich.

00:07:21: Das muss sich entwickeln.

00:07:23: Sei es würde man von einer lokalen Partei angesprochen ey, kannst du dir das vielleicht vorstellen?

00:07:27: oder sagen wir so selber ein bisschen sich trauen um ins kalte Wasser zu treten.

00:07:35: Erstmal noch nichts von mir und sagen, ich will das alles schaffen.

00:07:38: Und ich will bis dahin im Bundestag sitzen oder sowas.

00:07:41: Weil es wäre schon ... Sei mal so nicht peinlich, aber es wär lustig, wenn es doch nicht so wäre.

00:07:46: Wir können's natürlich nicht verhindern, dass jetzt, wenn die Leute in Podcast gehört haben, dass sich ein, zwei, drei Parteien bei Ihnen melden hinterher?

00:07:52: Der klingert vernünftig!

00:07:53: Den rufen wir mal an.

00:07:55: Liebend gerne.

00:07:56: Ich sag euch, dass ich das pauschal ausschließe, weil mir macht Politik unglaublich viel Spaß.

00:08:01: Ich

00:08:02: wollte dich gerade fragen.

00:08:03: Das hört sich an kein fester Plan, aber die letzten vier Jahre haben Sie zumindest jetzt nicht so abgeschreckt dass sie sagen würden das ist auf keinen Fall was du

00:08:10: nicht.

00:08:10: Ja also ich hatte so viel Spaß mich mit Politik zu befassen.

00:08:13: auch schon vor dem jungen Parlament hat ich Spaß daran und es ist einfach so eine Sache.

00:08:17: ich rede gerne darüber ich diskutiere gerne drüber.

00:08:20: also meine sehr viele meiner Freunde und meine Eltern Die wissen schon, wenn ich mit politischen Sachen

00:08:26: ... Gehen Sie auch gerne auf die Nerven?

00:08:28: Nicht auf den Nerven.

00:08:29: Ich diskutiere vernünftig.

00:08:30: Ich beleide jetzt nicht oder so.

00:08:32: Aber ich bin sehr leidenschaftlich über die Themen, die mir wichtig sind und da ist halt so ein Ding, dass du denkst, dass ich mich aktiv als Beruf damit beschäftigen darf.

00:08:41: Auch diese Ehre haben kann für Leute einzustehen, die es eben nicht im Alltag so zu sehen können.

00:08:49: Das würde mir unglaublich viel Spaß machen, aber ich würd sagen mal so erstmal den Ball ein bisschen flach halten.

00:08:56: Wenn Sie versuchen konkret zu werden an den praktischen Erfahrungen der letzten Jahre im Jugendparlament, was haben Sie da Positives mitgenommen?

00:09:04: Was hat Ihnen besonders gut gefallen und was hat sie vielleicht... gestört und genervt.

00:09:09: Beides kann man mit demselben Wort sozusagen beantworten, und zwar Demokratie.

00:09:14: einmal zum Positiven das Miteinander, dass einem bewusst wird okay, man muss eben halt auch mit Leuten reden, mit denen man nicht auf einer Wellenlinie ist anhand von politischer Meinungen Das versteht sei immer so.

00:09:26: Mit meinen sechzehn Jahren hat man das eben nicht auf Anhieb so verstehen können weil Man hat eine Freundesgruppe die ähnlicher Meinung ist oder in der Schule werden auch sein mal so mehr oder weniger ähnliche meinung vertreten.

00:09:36: Und wenn man dann in so einen Pott reingeschmissen wird, wo gesagt wird okay ihr habt diese und diese Sache die organisieren müsst kommt mal drauf klar.

00:09:42: Okay das finde ich super!

00:09:44: Ähm...und das zweite Sachen die...okay ich würde jetzt nicht negativ als negativ beschreiben aber sozusagen die eine Sache dass Sachen dauern es dauert ein bisschen Beine auf die Sachen auf die Beine zu kriegen sowohl erst mal damit zu starten, als auch mittendrin.

00:10:04: Als auch sie zu Ende zu bringen und dann dafür zu sorgen dass die nicht von den Bein fallen.

00:10:10: Das ist eine Sache die mich nicht zwangsläufig abschreckt oder so richtig negativ war aber wirklich diese Wahrnehmung.

00:10:17: okay man muss ein bisschen Respekt haben und einfach diesen Prozess immer vertrauen weil das jetzt nicht die Sache auf die sozusagen deutscher demokratie ein bisschen aufbaut einen vernünftigen prozess miteinander aufbauen um eben halt eine vernünftige Lösung, die auch langfristig geht zu schaffen.

00:10:34: Das heißt man braucht Ausdauer Geduld auf jeden Fall und ein dickes Fell... Mehr als Ausdauern.

00:10:39: Man braucht Willenskraft, man braucht wirklich Unterstützung mentale sowohl psychische physische man brauchte alles.

00:10:45: aber es ist doch ne Sache wenn man dafür brennt dann geht das auch glaube ich.

00:10:49: Ich glaube, da wird Herr Krumfus ein Lied von singen können und ihn da beiflichten können.

00:10:53: Das ist lobig!

00:10:54: Herr Kumfus, Sie haben eben gesagt für sie gab es eigentlich in dieser Entscheidung sich politisch zu engagieren nichts Schöneres als vor Ort vor der eigenen Haustür haben Sie, glaube ich, gesagt, sich zu engagierend und den Menschen zu helfen.

00:11:06: das hat Ihnen ja im Landkreis und eigentlich auch darüber hinweg einen ganz besonderen Spitznamen eingebracht denn man kennt sie als den Kümmerer.

00:11:18: Was haben Sie immer darunter verstanden, sich als Politiker zu kümmern?

00:11:23: Warum und um wen haben sie sich immer gekümmert und haben das auch so als Ihren Auftrag verstanden.

00:11:29: Ich habe das als meinen Auftrag Verstanden, als ich in die Politik ging.

00:11:35: Für mich gibt es eine kleine Vorgeschichte, die kommt aus dem Oberallgäu.

00:11:40: Ich hab da jemanden kennengelernt, ein Zufallsprodukt der damals im Bayerischen Landtag war.

00:11:48: Durch ein Freund, der eine kleine Brauerei führt, bin ich da zu einer Veranstaltung gekommen.

00:11:58: Und da war Klaus-Peter Schöpner damals Geschäftsführer bei MNIT, also großes Umfrageinstitut.

00:12:14: und Klaus Peter Schöppner hat gesagt Politiker müssen endlich mal lernen, den Menschen klar zu machen dass sie sich um sie kümmern.

00:12:27: Und das ist bei mir so haften geblieben also die ganzen fünf sechs Jahre.

00:12:33: und als dann diese politische Arbeit bei mir anfing habe ich gesagt Klaus-Peter Schöpner hat das und das Mal gesagt.

00:12:42: Das sehe ich ganz genau so weil nichts wirklich wichtiger als Menschen Hilfestellung zu bieben.

00:12:53: Und ich weiß ja nicht, ob wir dann noch auf den Petitionsausschuss zu sprechen kommen, auf meine Arbeit.

00:13:00: oder soll ich es vielleicht jetzt schon sagen?

00:13:03: Das war etwas wo mir Christian Wulf einen riesigen Geschenk gemacht hat.

00:13:09: nach der konstituierenden Sitzung der Fraktion An dem Abend haben wir uns auf den Flur getroffen und hat gesagt, Klaus hast du mal Zeit.

00:13:21: Kommst du kurz mal rein?

00:13:23: Da hat er gesagt, ich habe dich jetzt über Jahre kennengelernt.

00:13:31: Du warst im Ausschuss Städtebau- und Wohnungswesen und hast da die ganzen Petitionen

00:13:35: bearbeitet.".

00:13:37: Ja, sage ich Dieter Decker.

00:13:39: Das war der Sprecher.

00:13:40: War der Meinung?

00:13:41: Ich sei ja Polizeiberamter gewesen.

00:13:44: Hätte auch mal bei der Kriminalpolizei einige Zeit und also kriminelle Ermittlungsdienst Und da hatte man natürlich mit Akten zu tun.

00:14:02: Man gewöhnt sich an die schneller zu lesen, die sogenannte Querlesen.

00:14:07: Das muss man zweimal machen und dann hat man in den meisten Fällen jedenfalls die Schwerpunkte raus.

00:14:15: Und ich habe das gerne gemacht, dieses ermitteln und ich konnte den Bürgern Hilfestellung geben.

00:14:21: und da hatte ich zwei riesen Sachen wo ich Menschen helfen konnte.

00:14:25: Ich weiß noch eine Aussiedlerfamilie aus Polen, hatte gebaut mit einem städtischen Bauunternehmen – den Namen verrate ich nicht, dass darf ich alles gar Und das Grundstück gehörte dem Bistum Hildesheim, Erpachgrundstück.

00:14:44: Also ganz schwerwiegende und Dinge die schief gelaufen sind.

00:14:50: Da gab es Mängel, die wurden nicht anerkennen, Kanton so weiter und sofort... ...und dann wurde ein bisschen Geld einbehalten und doch wieder ein Stück weit bezahlt.

00:15:00: Quintessenz um auf den Punkt zu kommen habe ich alle eingeladen, an den runden Tisch zu kommen.

00:15:09: Dort bei der Familie haben wir uns getroffen und dann habe ich gesagt so jetzt machen wir bitte eine Checkliste.

00:15:17: Ich möchte die Liste von ihnen haben und ich möchte das Schriftstück haben was sie darauf in dieser Familie die ihre Sorgen hier ihnen vorgestellt hat.

00:15:29: Und dann gucke ich mir das an.

00:15:31: Und beim ersten Termin meinte jemand, er müsste nicht zu kommen und dann habe ich über das Ministerium eingeladen.

00:15:38: Dann war der Geschäftsführer auch da.

00:15:42: Im Ergebnis ist es so gekommen dass der Familie wirklich noch Geld zurückgezahlt wurde und sie ein anderes Unternehmen beauftragt hat diese Mängel zu beseitigen.

00:15:54: Wulf hatte das mitbekommen weil aus aus dem Bereich von neuen Kirchen.

00:16:01: Jetzt habe ich den Ort genannt, aber das nennen ja keine Namen und keine Firmen hatte man ihm das zugetragen.

00:16:10: Und so waren es noch zwei Dinge.

00:16:11: dann vor seiner Haustür in Osnabrück lebte er damals noch war auch ein Fall mit einer alten Eisengießerei.

00:16:19: also Christian Wulfa der Meinung das könnte ich wohl machen.

00:16:25: Der Petitionsausschuss ist im Jahr two-thausend drei ins Leben gerufen worden.

00:16:29: Ich war, da bin ich noch ganz stolz drauf der Gründungsvorsitzende, gab es ganz neu und dass er mir das ermöglicht hat – ich habe ihm das immer wieder gesagt Christian, das war wirklich ein Geschenk und für mich eine Lebensaufgabe innerhalb der Politik da tätig zu

00:16:50: sein.".

00:16:51: War das aus Ihrer Sicht dann immer wichtig?

00:16:54: Sachen zu übernehmen?

00:16:55: und oder anders gesagt haben sie gesagt ich kümmere mich das hat schon gereicht.

00:17:00: oder haben Sie auch mal klar gesagt Es wird schwierig werden.

00:17:04: wahrscheinlich klappt es nicht.

00:17:06: also auch hier vor Ort in duink zum Beispiel wenn es irgendwelche Probleme gab die bürger an sie ran getragen haben Haben sie gar nicht kümmert mich und dass hat dann gereicht, oder haben sie immer ganz konkrete zusagen gemacht?

00:17:16: Ich setze mich da und dafür ein und kann das und das erreichen.

00:17:19: Also wie offen sind sie?

00:17:21: mit den Menschen umgegangen.

00:17:23: Sehr offen, auch wenn es hätte schief gehen können und ich hätte mir Bollen und Schrammen geholt.

00:17:29: aber ich denke man muss den Menschen offen begegnen.

00:17:32: Ich habe gesagt ich sehe da die und die Möglichkeiten Aber ich kann natürlich kein Recht und darf keinen recht beugen.

00:17:40: Also nach Recht und Gesetz muss es natürlich sein Und gehen.

00:17:46: Und dann kam es auf die Themen an, dass sich viele Sachen waren Bausachen.

00:17:52: So wie ich sie eben in etwa beschrieben habe.

00:17:55: Der Landkreis ist ja kreisweit bis auf Hildesheim und Eifelt war auch mal so groß, dass die baurechtlich zuständig sind.

00:18:08: Das Bauordnungsamt ist beim Landkreishildeshaim

00:18:11: gehört dann auch dazu sowie Sie Politik machen und verstanden haben, Leute enttäuschen zu müssen.

00:18:18: Also der offene Umgang, klar zu sagen das könnt ihr euch auf den Kopf schlagen.

00:18:22: Das funktioniert sowieso nicht.

00:18:23: Es wäre schön würde ich mir auch wünschen aber es wird nichts.

00:18:25: Ja wenn die Überprüfung ergeben hat dass das rechtlich so in Ordnung ist dann bin ich natürlich zu den Menschen gegangen und habe das gespiegelt.

00:18:38: also da ist rein rechtlich nichts anderes zu machen.

00:18:43: Wenn ich jetzt an ihrer Stelle werde, würde ich das und das vielleicht machen.

00:18:47: Aber das kann natürlich nur ein Hilfsargument sein.

00:18:52: Und da komme ich noch mal gerne darauf zurück die Offenheit, die Ehrlichkeit und dann auch einzugestehen hier komme ich nicht weiter weil... Ich denke, die gehört ganz einfach dazu wenn man glaubwürdig ist.

00:19:09: Das ist ja mit einem manchmal, wo wir gerade vorhin über den heißen Wahlkampf gesprochen haben.

00:19:13: Gerade im Wahlkampf wird ja oft viel

00:19:15: versprochen

00:19:16: aus der Sicht und ihrer Erfahrungen zuviel?

00:19:19: Viel zu viel!

00:19:21: Und ich würde meine Kolleginnen und Kollegen aus der Politik bitten genau das sein zu lassen.

00:19:31: Mir kommt es darauf an.

00:19:34: die Nähe zu den Menschen habe ich vorhin ja beschrieben und mir sind Politiker auch schon im Kreistag viel zu weit weg von den Problemen vor Ort, sondern da geht es nur in vielen Fällen um politische Argumente.

00:19:53: Und das war mir auch wichtig bei allen Entscheidungen die ich getroffen habe oder für die ich mich eingesetzt habe dass ich immer daran denke, hier steht ein Mensch dahinter.

00:20:06: Hier steht eine Familie dahinter und hier geht es nicht um politische Erfolge in dem man Dinge tut die eigentlich gar nicht wirklich weiterführend sind für die sich mit den Problemen an mich gewandt haben sondern da geht es darum wie kann ich strufeuerartig jetzt politisch Wirken.

00:20:32: Also das ist etwas, wo ich immer Wert darauf gelegt habe.

00:20:38: nicht die Politik steht im Vordergrund.

00:20:40: Ich habe meinen Ausschuss auch so geführt und dass das anerkannt wurde von den Ausschussmitgliedern.

00:20:49: wir waren sind wirklich gut miteinander ausgekommen haben uns in der Sache immer auseinander gesetzt.

00:20:54: wenn ich merkte da geht einer zu politisch dann hab Das auch gesagt, dass mir das im Moment nicht so gefällt.

00:21:03: Absolut!

00:21:04: Ruhet hätte sagen können wir haben da was eigenes nein die haben sich beide hingestellt haben gesagt dass ich die mit der nötigen Neutralität gehandelt hätte immer im Sinne des Ausschusses und deshalb würden sie mich gerne nochmal erhaben

00:21:20: Herr Russodinus, Herr Kumpus hat ja gar so ein bisschen geschildert wie er seine Aufgabe als Politiker auf allen Ebenen muss man ja tatsächlich sagen immer verstanden hat.

00:21:30: Also dieser Kümmerer über den wir jetzt schon gesprochen haben sie sind junger Menschen sehr politisch aktiver und vor allem aber auch politisch interessierter Mensch.

00:21:41: aus ihrer Sicht gibt es zu wenig solche Typen wie Herrn Kumpfuss solche kümmere oder braucht das heute vielleicht Ganz anderen Typus-Politiker.

00:21:50: Und wenn ja, was für einen?

00:21:51: Also meiner Ansicht nach gibt es doch noch leider schon sehr wenige Leute wie von der Art von Herr Krumpfuss.

00:21:59: Es gibt wenig Leute besonders in so spitzen Politikapositionen Menschen die wirklich nahbar sind und jetzt nicht nur nahbar gegenüber jungen Leuten sondern generell auf alle Schichten der Gesellschaft irgendwie So.

00:22:13: ich finde den Ansatz von Herrn Krumpfs als er politisch aktiv war.

00:22:17: Auch jetzt finde ich sehr, sehr gut dieses doch noch sehr bodenständige... Mir ist meine Aufgabe bewusst.

00:22:23: Mir ist bewusst dass sich letztendlich hier reingewählt wurde so von wegen.

00:22:28: Ich bin nicht der der sich zwangsläufig über die Leute hier kümmern muss.

00:22:33: nein das ist meine aufgabe und Ich könnte auch in den nächsten fünf jahren auch mein job los werden wenn ich das eben halt nicht gut mache.

00:22:39: Das finde ich eine sache das leider doch ein bisschen zu kurz kommt von sehr vielen politikern Sowohl nahezu allen Parteien, merkt man das irgendwie finde ich.

00:22:50: Weil es gibt zu viele Politiker die meinen aufgrund ihres Amtes sich automatisch höher stellen zu müssen und automatisch da sie sage ich mal so in ihrem Wahlkreis schon übelst lange aktiv sind, ach ja das Mandat kriege ich sowieso und wenn nicht habe ich den Listenplatz.

00:23:06: Alles cool!

00:23:07: Und dann merkt man auch schon dieses ideologische parteipolitische immer wieder.

00:23:11: also dass ist mir auch bei manchen Bundestagswahlkampfen auch hier in Hildesheim aufgefallen da waren manche Kandidaten auch so Direktkandidaten.

00:23:19: Also ob da jetzt ein richtiger Politiker gegenüber von mir steht oder ein laufendes Wahlplakat mit so Paro mit so Überschriften einfach konnte ich zum Teil nicht so einschätzen.

00:23:30: Mir ist, also mir ist Parteipolitik nicht unwichtig.

00:23:33: Aber ich finde Persönlichkeit ist bei solchen Sachen sehr wichtig sowohl für Kommunalpolitik als auch für den Ortsrat bis hin zu Bundestag.

00:23:41: wer letztendlich unsere Regierung stellt und so weiter ist halt übelstwichtig weil Ich will mich halt darauf verlassen können okay?

00:23:47: Auch wenn es nicht wenn er nicht hundertprozentig meinen Interessen oder die kann noch eine frau sein nicht hundertprozentig meine Interessen vertreten kann, dann zumindest aufrecht stehen und dafür zu sorgen.

00:23:59: Okay, bedenkt mal diese Seite gibt es auch noch!

00:24:02: Das ist halt so eine Sache.

00:24:03: das fehlt mir ein bisschen und besonders in der Spitzenpolitik wenn ich Leider auf unsere aktuelle Bundesregierung gucke, fehlt das absolut und das ist finde ich auch eine der Gründe warum es nicht so gut läuft.

00:24:14: Das heißt in das Motto von Herrn Krumfus den Mensch also den Wähler die Wählerin in den Mittelpunkt der ganzen Arbeit zu stellen und diesen Kontakt dahin zur Basis nicht so viel.

00:24:23: das können wir aus ihrer Sicht an den Bundespolitikern angefangen bis runter auch allen glaube ich ins Aufgabenbuch noch mal schreiben.

00:24:31: Absolut, ich finde Leute vergessen manchmal.

00:24:34: Ich habe letztens so eine Serie hingeguckt ist mehr so ne satire serie gewesen was in der ukraine spielt und sehr viel auf dieses satirische wie man mit politik und menschen eingeht.

00:24:44: Und lustige weise ist das sogar noch als vor leute mir silenzki noch schauspieler war also er ist der hauptarsteller in dem film.

00:24:51: aber da wird eine ziemlich gute message finde ich sozusagen weitergegeben und zwar dass politiker letztendlich die Diener des Volkes sind.

00:25:02: also das sind ja letztendlich die, die auf den menschen zugehen wollen.

00:25:06: so was kann ich denn für euch dann noch machen?

00:25:08: Was ist was liegt was kann Ich noch machen was ihr euch wünscht?

00:25:12: und so weiter.

00:25:13: weil ganz oft besonders in den medien wird es immer so verkauft als ob wir unter denen stehen sollten weil sie haben Ja ihre ihre guten gehälter die kommen ja alle so ein anzug dann hat man irgendwie So ein gefühl dass man bisschen unter den ist, auch wenn es nicht bewusst ist.

00:25:28: Ich sage jetzt nicht dass jeder Politiker so denkt aber es ist irgendwie dieses nahbare A. letztendlich ist mein Job abhängig von euch.

00:25:37: was wollt ihr denn damit ihr weiterhin zufrieden bleibt ohne jetzt abgesehen davon das ich weiter in das Geld von dem ganzen ähm Ämter und so weiter denke einfach dieses Was kann ich für euch machen?

00:25:47: Damit ihr euch in eurem Leben auch um minimale Prozentteile erleichtert fühlt, das fehlt mir persönlich.

00:25:54: Wie bewerten Sie denn den Zustand der Demokratie in Deutschland und aber auch hier bei uns in der Region?

00:26:00: Macht Ihnen da irgendwas Sorgen oder blicken sie da eigentlich ganz hoffnungsfroh in die Zukunft?

00:26:07: Sowohl als auch mit einer leichten Neigung zu Sorgen machen Anhand dessen, dass man den Zuwachs an so extremistischen Positionen durchaus auch sehr stark in Hildesheim betrachten kann.

00:26:21: Also nicht nur in der Stadt Hildessheim sondern auch in der ganzen Region drum herum betrachtend darf oder kann und beispielsweise mit dem hohen Wachstum der AfD bei jeglicher Hinsicht das eine Partei innerhalb von neun Jahren von was elf Prozent im Jahr acht Jahren später nun über zwanzig Prozent und ich glaube bei den Umfragen kratzen sie sogar manchmal in den dreißig Prozent.

00:26:47: Und so dann möchte ich mir gar nicht erst vorstellen, wie es im ländlichen Raum durchaus auch in Westdeutschern aussehen kann weil ich soweit Ich weiß ist die AfD sogar offiziell die zweitstärkste Kraft in westdeutschen mittlerweile heißt Es ist nicht nur ein reines ostdeutsches Problem sag ich jetzt mal ne?

00:27:02: Ist eine Sache die man bisher hier noch nicht gespürt hat.

00:27:04: aber ich glaube das kommt noch.

00:27:06: und besonders Sorgen macht mir dass Das Die afd mit unter auch mit den linken Ein bisschen grüne, so mit die stärksten Parteien bei der Jugend.

00:27:18: Bei den linken und grünen finde ich es nicht schlimm.

00:27:21: Das sind ja letztendlich Parteien, die immer noch den demokratischen Werten entsprechen.

00:27:24: Bei der AfD ist das eine Partei... diesen Werten entspricht.

00:27:28: Allein schon, dass man über Passdeutsche und Blutsteutsche unterscheidet in manchen Landesverbänden.

00:27:34: Alleine schon das mehrere Landesverbände rechtsextremistisch erklärt wurden ist für mich schon Aussage kräftig genug.

00:27:38: Das passiert nicht ebenal so weil ein paar Leute was gesagt haben dann ist es wirklich ein tiefgründiges Problem.

00:27:44: aber mal kurz etwas zu der Jugend zu sagen dass ich glaube die AfD war die stärkste Partei bei Jugendlichen bei der letzten Bundestagswahl.

00:27:52: Und das bereitet mir so ein bisschen Sorgen, weil wenn man sich den Trend anguckt dann ist es ganz oft so dass Europäer in der Tendenz je älter sie werden tendieren Sie mehr dazu konservativer zu werden.

00:28:04: Also Europäern sind im Vergleich in jungen Jahren eher links orientiert und mit dem Alter entwickeln sie... ... in eher rechtes Gedanke und jetzt nicht so rechts wie die AfD.

00:28:13: Und da muss auch nicht wie CDU sein, aber...

00:28:14: Eher konservatives!

00:28:15: Genau man entwickelt sich in der Richtung.

00:28:17: Wenn jetzt schon Leute, die durchaus sechzehn sind wenn man sich Baden-Württemberg oder Brandenburg anguckt wo die Landtagswahlen schon ab sechzen ist, äh sind ähm sieht okay da wählen Leute schon die AfD dann will ich nicht sehen wenn sie ... sei mal so wenn diese Partei sich offiziell etablieren kann als eine normale deutsche aktiv politische Partei und sie irgendwann auch Ämter übernehmen Dann will ich mich wissen niedrig die Standards für die Demokratie in Deutschland gesetzt werden, sodass irgendwann gesagt wird ja okay die AfD kann man nochmal eine Schippe oben drauf legen und dann ne weil die AfD die macht ja noch schon zu wenig.

00:28:50: Also darüber mache ich mir Sorgen dieses aktive Gedankengut wenn man die Jugend jetzt nicht abholt was dann ein paar Jahren nicht jetzt unmittelbar in ein zwei Jahren aber zehn, fünfzehn Jahre zu spüren bekommen könnte.

00:29:01: Darüber mache ich mir Sorgen.

00:29:02: Herr Krumfus, gehen Sie da mit oder ist das Schwarzmalerei von der nächsten Generation?

00:29:06: Nein, nein, das sehe ich nicht als Schwarzmallerei an.

00:29:10: Ich gebe meinem Kollegen zur Rechten da recht, ich denke ähnlich und was mir so ein besonderes Zeichen gegeben hat... ...ich war in Graz an einem Gymnasium eingeladen, Diskussion.

00:29:28: Da ging es um Demokratieverständnis, wie informieren sich Schülerinnen und Schüler die kurz vor dem Abitur standen?

00:29:39: Also Matura, heißt das Matura da glaube ich oder so.

00:29:44: Und das war schon interessant!

00:29:46: Ich habe ja auch ein Leben als Jugendlicher hinter mir und ich hab mich sehr früh für Politik interessiert ohne schon dran gedacht zu haben, mal für irgendwas zu kandidieren.

00:30:01: Da habe ich mir nie Gedanken darüber gemacht.

00:30:03: aber ich wollte wissen wie ticken die Parteien und hat mir die Grundsatzprogramme zuschicken lassen Und bin so zur CDU damals gekommen Aus einem Haus heraus Opa und Eltern ja Sozialdemokratie zugewandt war das nicht ganz so einfach.

00:30:25: Aber ich hatte einen sehr fairen Opa der mir auch den Fernseher, er hatte den einzigen Fernsehr im Haus nicht abgestellt hat wenn ich mal Ludwig Erhard oder Ardenauer da mal ein bisschen was an Reden aufsaugen wollte.

00:30:40: Oder aber auch Wena.

00:30:42: also ich war damals schon und hatte eine gewisse Bandbreite.

00:30:46: Ich habe mich nicht abgestellt.

00:30:47: wenn Wena gesprochen hat Hat mir nie alles gefallen aber manche Dinge waren wirklich gut von ihm Und ebenso Helmut Schmidt.

00:30:55: Das war ein Typ, der mir unheimlich gefallen hat und ich denke das muss man auch mal klar sagen dürfen.

00:31:02: Das habe ich mit der Schulklasse besprochen natürlich nicht mit deutschen Politikern sondern mit österreichischen Politikern und habe gefragt wie informieren Sie sich?

00:31:13: Haben sie sich mal von der ÖVP, von der SBE, von einer FPÖ mal etwas zukommen lassen.

00:31:22: Das waren so kurz vor diesen Sommergesprächen.

00:31:25: Ich sage, und dann würden sie denn auch bereit sein in die Sommergesprüche hinein zu hören um wirklich mal zu wissen was haben die dort jetzt sitzen vor?

00:31:38: Und es hat sich nur eine junge Frau gemeldet da eine Schülerin die sich etwas zuschicken lassen hat und sich so informiert hat.

00:31:48: und diese Sommergespreche haben da keiner zugeschaut.

00:31:53: Und da habe ich die Frage gestellt, ja wie wollen Sie denn sich über Demokratie?

00:31:59: Wo soll das Demokratieverständnis herkommen.

00:32:02: Welcher Partei in Österreich trauen sie am ehesten zu für die Bürgerinnen und Bürger das Beste tun zu wollen?

00:32:11: Da hatten sie keine Antwort drauf.

00:32:13: Glauben Sie dann oder die Frage an beiden auch den jüngeren Herrn Rosodimus weil es jüngere Leute betrifft diese Entwicklung.

00:32:22: Ich glaube, das bemerken wir auch bei der Zeitung durchaus weil wir auch regelmäßig mit Jugendlichen dann in Kontakt sind und mal abfragen einfach wie informiert ihr euch so übers lokale Geschehen über das Weltgeschehen usw.

00:32:36: Und tatsächlich ist es natürlich so dass viele Jugendliche deutlich weniger mit den klassischen Medien wie Tageszeitungen, Wochenzeitungen zu tun haben als mein wenig vor fünfzehn zwanzig Jahren zu der Zeit, in der wir groß geworden sind über die Eltern das typisch war.

00:32:52: Dass jeder ein Zeitungshauser hatte, dass man sich einfach informiert so ob man nur alles gut findet oder nicht?

00:32:56: aber es gehört irgendwie dazu, dass sich das geändert hat.

00:32:59: Das ist ja einfach ein Fakt.

00:33:02: Aber ist das einfach eine Zeitgeistentwicklung an der die Parteien ohnehin nichts ändern können?

00:33:10: Oder welche Schuld wenn sie jetzt herosotema sagen aus sich als Jugendlächer in den letzten Jahren Erlebt haben, nun sind sie aktiver.

00:33:17: Sie werden sicherlich in ihrem Umfeld viele in ihrem Alter kennen die sagen Die Parteien interessieren mich nicht.

00:33:23: warum solches Parteiprogramm lesen?

00:33:24: es mir fühlt so umständlich.

00:33:25: Ich will gar nicht oder mal gucken welche Gesicht mir gefällt oder so.

00:33:29: also wie.

00:33:31: Was haben die Parteien auch versäumt daran Jugendliche dafür zu begeistern sich zu interessieren?

00:33:36: ich finde das hat was mit dem Thema was wir vorhin angesprochen haben Mit Nahrbarkeit zu tun.

00:33:41: Erstens wenn man ja sich über Parteien in groß groß und ganz informiert Guck mal auf das große und ganz.

00:33:47: danach guckt man so auf lokales und kleine Sachen erstmal.

00:33:50: Man guckt okay wer ist denn jetzt von den grünen zum Beispiel, man kriegt es ja so indirekt mit.

00:33:54: achja bei den Grünen da war er dieser Harbeckta oder diese Riccada lang.

00:33:58: Achja bei dem Linken da is der Yeezy ganz bekannt und die Reichenegg.

00:34:02: Ach ja bei der CDU da isser Märzkanzler

00:34:05: usw.,

00:34:06: bei der SPD wir haben den Klingenball, wir haben Scholz gehabt usw.. Und diese Nahrbarkeit, das ist erstmal so ein bisschen das Problem.

00:34:14: Es gibt wenige Politiker von denen die ich gerade angesprochen habe, die wirklich aktiv auf Menschen zugehen und ich finde dass es zum Teil viele gehen auch nicht mit diesem Zeitgeist.

00:34:27: sei mal so wirklich produktiv mit.

00:34:29: also zb soziale Medien ist ja das aktuell ist die aktuelle Methode wie sich Jugendliche informieren die meisten Geschehnisse oder sei mal so andere verschiedene Meinungen zu Geschehnissen mitkriegen.

00:34:42: Und manche Leute machen das durchaus besser, zum Beispiel hat sich auch erwiesen dass Die Linke das wirklich sehr gut gemacht hat bei der Wahl zwanzig fünfundzwanzig und damit auch wahrscheinlich sogar den Einzug in Bundestag damit geschafft hat indem sie sich einfach richtig gut verkauft haben und die AfD erst recht weil diese sind da Profis drin mittlerweile die Medien für sich zu nutzen und Manch andere Politiker.

00:35:06: Ich will nicht ständig in diesen Bärchen reinkommen, aber zum Beispiel unser aktueller Bundeskanzler ist da eher nicht so drin.

00:35:11: Weil das wirkt alles sehr gemacht!

00:35:13: Das wirkt nicht ansprechbar.

00:35:15: Das ist... Nicht auf Augenhöhe.

00:35:17: dass du dieses achja guckt mal wo ich hingereist bin und wie toll das alles war.

00:35:22: Das is ja.. ...nicht das was Leute anspricht finde ich zumindestens.

00:35:28: Und dass junge leut- also tatsächlich habe nicht so viele Leute meinem Unfall die sagen achja das interessiert mich alles nicht.

00:35:34: Aber auch die Leute, die sich weniger interessieren, das legt ihr daran.

00:35:39: Weil sie tatsächlich auch oft sagen ich finde keine Partei spricht mich wirklich an Das müsste doch eigentlich schon hier bei uns auf lokaler Ebene losgehen.

00:35:51: Also wo kann ich als Politiker oder als Politickerin überhaupt diesen unmittelbaren Kontakt zu jungen Leuten haben?

00:35:57: Das ist ja eigentlich vor der eigenen Haustür, jetzt kommen sie aus dem Jugendparlament und machen sich da stark vom Jugendparlament des Landkreises.

00:36:04: Was ist Ihr Eindruck?

00:36:05: wie ernst nehmenden die Parteien, die Fraktionen zum Beispiel aus dem Kreistag ihre Arbeit Verpassen die da auch schon den Anschluss

00:36:15: an sich?

00:36:15: Interessieren sie

00:36:16: ja.

00:36:17: Ein Interesse spürt man schon sehr stark von der einen und der anderen Gruppe, sage ich jetzt mal... ...und von manchen anderen Ecken der Politik.

00:36:24: Ich möchte da nicht direkt allzu direkter sein!

00:36:26: Schade!

00:36:27: So will ich nun auch nicht bei Leuten, die mich auch so direkt kennen im Landkreis.

00:36:32: Aber da merkt man schon auf jeden Fall okay wir haben dann einen Jugendlichen, der da schön in dem Ausschuss sitzt.

00:36:39: Schön Das war's.

00:36:41: Da gibt es aber hingegen andere, die kommen auf einen zu äh... Wie fandest du das denn heute?

00:36:45: Fandest du die Themen ansprechbar?

00:36:47: was sagst du zu dem und dem Thema?

00:36:49: Hast du vielleicht mal Lust sich demnächst irgendwie mal so zutreffen oder über verschiedene Sachen zu reden, über die man vielleicht zusammenarbeiten kann so ein bisschen.

00:36:59: Und die Politik lässt das auch meistens liegen weil ich glaube nicht Sie wissen auch nicht genau, wie man das machen sollte.

00:37:09: Weil ich glaube, Dennis Bewusst, der durchschnittliche Politiker ist eben halt was weiß ich im Landkreis erst recht so dreißigvierzig wenn man sich alle Kandidaten von einem Gemeinden zusammen... Also ihr Mund hört sich das ja steinalt?

00:37:20: Nein!

00:37:21: Das ist um Himmels wenig alt.

00:37:22: Das

00:37:22: muss wir nicht angegriffen fühlen.

00:37:25: So alt werde ich auch irgendwann mal sein, wenn alles gut läuft.

00:37:28: also alles gut.

00:37:30: Es geht aber einfach darum.

00:37:31: Ich glaub viele die wissen nicht, wie sie junge Leute ansprechen weil so wie ich es ganz oft höre So wirklich politisch interessierte Jugend und so aktiv mitgestaltende Jugend ist gar nicht, ist so eine Sache.

00:37:44: das gab es nicht immer in Deutschland.

00:37:47: Das war meistens so ne Seltenheit.

00:37:49: wenn ich zum Beispiel mit meinen Eltern spreche die in Griechenland groß geworden sind und die mal frage wie war denn Politik für euch?

00:37:54: war's eher so ein Ja, man wusste von den Parteien.

00:37:57: Man hatte seine Meinung und ist wehengegangen aber das war's!

00:38:00: So ne?

00:38:00: Mal hat man ein achtzehnjährigen auf so Proteste gesehen von Parteien und sowas.

00:38:04: Aber das war es dann auch Und ich glaube so ähnlich ist es auch in Deutschland.

00:38:08: Ich glaub die Parteien liegen einfach zu wenig Wert drauf junge Menschen abzuholen Weil da ist irgendwie so eine Sache Die tatsächlich auch meine Eltern mir erzählt haben Von was sie im Gericht dann mitbekommen haben Die Partei die die Jugend für sich gewinnt kann Garantiert sich zumindestens Und sie, die Jugend auch für sich behalten kann, garantiert sich zumindestens für den nächsten Jahre ordentlichen Erfolg.

00:38:31: Weil das sind die dann laut werden?

00:38:32: Das sind die, die das dann weiter tragen.

00:38:34: und das ist letztendlich auch so gesehen wenn man sich so zwanzigjährige Wähler anguckt, so die Nachwuchskräfte für die Zukunft, für die eigene Partei.

00:38:41: also dass es eben halt so ein Ding was ich sehr schade finde und dass man nicht so einen Wert drauf liegt.

00:38:44: Sie

00:38:45: haben ja die AfD vorhin angesprochen und den Erfolg in den Umfragen und bei Wahlen.

00:38:51: Das ist ja nicht nur bundesweit so und in Ostdeutschland, sondern auch hier in der Region.

00:38:56: Das haben wir festgestellt.

00:38:58: durchaus.

00:38:59: bei der letzten Bundestagswahl war die AfD im Brechbogenem hatte die meisten Zweitstimmen.

00:39:07: jetzt ist da ein Direktkandidat der AfD für die Bürgermeisterwahl in Lammenspringe auch das erste Mal Und es ist eigentlich quer durch den Landkreis damit zu rechnen dass sie in die Räte kommen und da wo Sie schon sind wahrscheinlich mehr Sitze bekommen wie die Lage derzeit aussieht.

00:39:24: Und das, wo auch der Landesverband Nier-Sachsen als gesichert rechtsextremistisch gilt also wie andere Landesverbände auch bundesweit.

00:39:31: da gibt es so dieses... Der Verfassungsschutz hält sich ja mit offiziellen Aussagen bis zur Erklärung durch den Gericht zurück aber eingestuft war der... War die Bundeself AfD auch schon so?

00:39:44: Ist das denn oder?

00:39:45: manche sagen naja Man kann es jetzt ja nicht verhindern.

00:39:49: Die haben so einen Erfolg, vielleicht gewinnen sie in Sachsen-Anhalt sogar und stellen das erste Mal den Ministerpräsidenten.

00:39:55: Manche sagen dann sollte man die doch einfach mal ran lassen.

00:39:57: Dann lasst die doch mal machen, lass sie doch mal regieren und dann werden die sich schon selbst entzaubern.

00:40:01: und alle merken, die haben auch keine Lösung und dann ist es ein paar Jahre wieder vorbei der Spuk.

00:40:06: Was halten Sie von dieser These?

00:40:08: Halten Sie die für nachvollziehbar oder für brandgefährlich?

00:40:11: Die halte ich für absolut gefährlich Weil durch die Regierungsübernahme verändern sich ja auch Teile der Ministerien.

00:40:23: Das heißt also, da kommen Menschen rein wo die AfD sagt das sind unsere Leute und wir wechseln jetzt Staatssekretäre, Abteilungsleiter

00:40:34: etc.,

00:40:35: PP aus Und das führt natürlich dazu dass sie auch in den Ministerien einen total anderen Umgang, mehr möchte ich dazu noch gar nicht sagen bekommen mit den Themen die anstehen.

00:40:51: Das heißt also die Denke wird sich von denen, die politisch aktiv sind über die Ministerien da weiterentwickeln.

00:41:00: Ich denke mit großer Sorge an Weimar.

00:41:04: Da haben wir auch zunächst gedacht ach was?

00:41:06: Die sind ja in den zwanziger Prozenten dann knapp über dreißig Und dann durch den Ja, dass sie dann durch Bismarck.

00:41:21: quasi wurde Hitler eben der führende Mann und er hat sofort eins gemacht.

00:41:31: Er hat alles das ausgeschaltet im Bereich der Politik die nicht dem Rechtsextremismus der NSDAP zugesprochen haben, zugewandt waren und dann kamen diese viele Dinge dazu.

00:41:54: Das wird da auch passieren.

00:41:56: ich möchte jetzt keine schwarz-weiß Malerei machen aber wer Macht hat mit der Macht So umgehen möchte, dass er mehr macht bekommt.

00:42:07: Der wird das auch tun und wird auf Dinge kommen wo wir heute noch gar nicht dran denken.

00:42:12: Wo gibt es dann aber Versäumnisse?

00:42:15: Also ich nehme an sie würden jetzt auch nicht sagen Das musste zwangsläufig so kommen Sondern es muss ja auch Versäumnisse.

00:42:21: beziehungsweise die anderen Parteien Die großen auch ihre partei dcu was ich lange uneins ist sich teilweise immer noch uneins.

00:42:28: wie gehen werde mit der afd eigentlich um?

00:42:29: in der csu hat man teilweise versucht die bessere AfD zu sein, weil sie dachten wir fordern mal da was die auch fordern wollen und dann werden die uns.

00:42:38: Funktioniert nicht haben wir inzwischen gemerkt hat sogar Herr Söder verstanden glaube ich.

00:42:42: also wo gibt es denn auch Versäumnisse?

00:42:44: vielleicht der CDU oder anderen großen Parteien tragen die einen Mitschuld an dem starken der AfD?

00:42:50: Oder ist das so?

00:42:51: aus Ihrer Sicht egal was Sie gemacht hätten die Entwicklung wäre so gekomfelt ein zwei Jahre später?

00:42:56: Ja alle die die Regierungsverantwortung hatten in den letzten Jahren Damit meine ich jetzt nicht die, die zur Zeit dran sind aber auch die.

00:43:05: Nicht nur die wollte ich sagen haben es nicht verstanden.

00:43:10: Die Politik so zugestalten indem ich externe von also von außen Fachleute da mehr mit hineinnehme das müssen nicht immer von der Kostenstruktur gutachten sein, die in die Millionen gehen.

00:43:30: Aber es würden viele Menschen – das habe ich auch von zweien gehört aus der Wohnungsbranche, die mal aus ihrer Sicht geschildert hätten was passiert eigentlich?

00:43:45: Wenn wir das nicht fördern wenn man das weglassen und dafür Möglichkeit den Bauherren der Großen Ja, kann man ja schon sagen der großen Verbandspolitik.

00:43:59: Bessere Möglichkeiten einräumen das hat dann auch dazu geführt dass wir viel zu wenig Sozialwohnungen haben.

00:44:08: Das hat die Politik mitverschuldet.

00:44:11: und jetzt komme ich zum Hauptargument was ich immer wieder anwende in dem Fall Sie haben es nicht verstanden darauf zu reagieren indem sie sich Wir waren vorhin dabei mehr mit den Bürgerinnen und Bürgern beschäftigt hätten.

00:44:28: Welche Sorgen- und Nöte haben die?

00:44:31: Das bedeutet Veranstaltung vor Ort machen.

00:44:34: Politik ist kein Alleinstellungsmerkmal, dass man irgendwo auf dem Podest steht und dann von oben dirigiert sondern Politik ist das was ich vorhin erklärt habe sich um die Sorge und Nüte der Menschen zu kümmern.

00:44:51: Die haben halt schon sehr früh gesagt, also ob das Brücken Straßen und andere Dinge sind.

00:44:58: Und darauf wurde nicht eingegangen.

00:45:00: Warum denn jetzt mit diesem Riesenkracher wo wir ohnehin schon Milliarden ausgeben?

00:45:05: Jetzt müssen wir wirklich viel Geld in die Hand nehmen um das zu machen.

00:45:09: Hätten wir es über die Jahre gemacht wäre es viel besser möglich gewesen.

00:45:14: Viele Menschen sagen mir, ich bin ja ehrenamtlich kümmern.

00:45:17: Ich bin noch im Wochenmarkt da in Duingen und ich höre immer wieder Politik zu weit weg.

00:45:23: Wir verstehen die nicht mehr!

00:45:26: Und der März... Ich kenne den ganz lange.

00:45:31: Ecke von Kleden hat mich damals geparkt bei ihm im Büro.

00:45:34: Bayern-März?

00:45:35: Ja, da wollte mich Frau ... hatte da einen Krankenhausaufenthalt, der nicht so angenehm war.

00:45:42: Ecke

00:45:42: von Kleinen muss man auch vielleicht für die Jungenhörer... Die ganz jungen Hörer, die uns zu hören... Hilles sei mal CDU-Politiker und

00:45:50: beim Bundestag

00:45:51: war er einmal Staatsminister

00:45:53: bei

00:45:53: Frau Merkel und ist jetzt bei Daimler.

00:45:57: Aber ich bin

00:45:58: gespannt was Sie eigentlich sagen wollten über Herrn Merz?

00:46:00: Über Herrn Merze dass es ein sehr freundlicher Mensch war.

00:46:04: wo ich aber das Gefühl hatte Da ist irgendwo eine Blockade.

00:46:14: Wenn er empathischer wäre, dann hätten wir viele Probleme die wie wir uns über ihn negativ äußern wird es gar nicht geben.

00:46:26: und dass er einen klasse Job gemacht hat in den ersten Monaten als neuer ob bei Trumpf oder sonst wo das kann man ihm nicht absprechen.

00:46:37: aber er kann es Selbst das irgendwie nicht rüberbringen, sondern das kommt dann so von oben.

00:46:45: Das ist ja auch ziemlich groß und guckt immer so ein Kopf ein bisschen runter.

00:46:50: Das sind alles Dinge die nicht so positiv ankommen bei den Wählerinnen und Wählern.

00:46:56: Grundsätzlich muss ich sagen kluger Kopf aber er versteht es nicht Es menschengerecht zu formulieren dass das also alle verstehen.

00:47:07: Ja, den Eindruck haben viele glaube ich.

00:47:09: Also ich persönlich auch.

00:47:11: neben dem was man inhaltlich vielleicht auch kritisieren kann, was handwerklich schlecht gemacht ist in der Region muss man auch sagen dass diese entscheidende Komponente ihm völlig abgeht.

00:47:20: also aus meiner persönlichen Einschätzung aber es können ja andere auch anders sehen.

00:47:26: Wir haben jetzt in unserem Gespräch ganz viel auf die langjährige Karriere von Herrn Krumfus geguckt.

00:47:33: Wir haben auf die nächste Politiker-Generation geguckt, zu der Sie vielleicht eines Tages gehören werden.

00:47:41: Herr Rosini muss.

00:47:41: das wäre toll!

00:47:43: Herr Krumfuß wenn Sie jetzt gerade hier auch vielleicht in unserem Gespräch mit dem jungen Kollegen da sitzen und das mal alles Revue passieren lassen.

00:47:53: gibt es irgendwas wo sie sagen ah da hat unsere Da hat unsere Generation Fehler gemacht, da lassen wir jetzt irgendwas zurück.

00:48:03: Wir hätten dafür sorgen müssen, dass unsere Gesellschaft, unsere Welt und vielleicht auch unsere Politik für die nächste Generation lebenswerter – was das lebenswärter gemacht hätte?

00:48:17: Ja, also auf jeden Fall hätte es einen anderen Umgang geben müssen mit Jugendparlamenten und Seniorenbeiräten die es ja auch in der Politik gibt.

00:48:29: Das darf kein Alibi Funktion sein sage ich immer dass man sagt wir haben sowas nice to have ist schon ein bisschen was aber das reicht natürlich nicht aus.

00:48:44: Wenn ich einen Jugendparlament habe, dann muss das Jugendparlament auch zu Wort kommen.

00:48:49: Das habe ich öffentlich im Landtag gesagt bei einem tag der offenen Tür wo mich ein Jugendparlement besucht hat und ich habe die aufgefordert.

00:48:59: Meldet euch zu Wort!

00:49:01: Und wenn ihr der Meinung seid, ihr werdet nicht gehört,

00:49:04: dann

00:49:05: müsst ihr mal ein bisschen... Ich erkläre mal

00:49:08: kurz, Herr Grundfuß zieht Herrn Russen die muss wirklich am Ärmel gar.

00:49:12: Ja also und das hat Politik wirklich versäumt egal ob kommunalpolitisch in den Städten und Gemeinden oder auf Kreisebene.

00:49:24: ja man sagt ja wir haben Jugendparlament aber was haben Sie daraus gemacht?

00:49:29: Sie haben selbst gesagt Herr Kollege dass sie angesprochen sind aber nicht von allen nach so einer Sitzung.

00:49:38: Es hätte genau das hätte sein müssen, dass man dem Jugendparlament im Kommunal-Parlament eine Stimme gibt.

00:49:48: Dass man sagt... Das war mal ne Idee die ich hatte.

00:49:53: wir hatten nur leider keinen Jugendparlament in Thuingen.

00:49:56: Bei mir hätte das Jugendparlement zumindest in der Einwohnerfrage Stunde ein Zeitfenster gegeben, wo die sagen könnten am Ende der Sitzung ja also da hätten wir noch fragen.

00:50:11: Da sind wir eigentlich der Meinung das können wir so machen.

00:50:14: aber hier hätten wir wirklich ernsthafte Fragen weil da sind sie so schnell drüber weggegangen.

00:50:19: wir wissen eigentlich gar nicht so genau ob es da vielleicht noch die einen oder andere Lösung hätte geben können.

00:50:26: Jugendparlament eine Stimme geben.

00:50:28: Ich wollte Sie, Herr Kumpfuß jetzt eigentlich gerade noch fragen ob sie Tipps für die nächste Politiker-Generation haben.

00:50:34: Aber das brauche ich gar nicht mehr fragen weil Sie haben es ja schon deutlich gesagt und wie gesagt verschafft euch Gehör meldet euch zu Wort und sagt was euch umtreibt.

00:50:42: Ich würde die Frage aber nochmal anders stellen wollen und zwar an die nächste politiker generation Was glauben Sie, was die Politiker vor Ihnen für Fehler gemacht haben oder anders gefragt?

00:50:53: Was hätten sie besser machen müssen damit wir heute vielleicht an einem anderen Punkt stehen würden.

00:50:58: Ich finde in erster Linie hat die Politik viel zu kurzsichtig gehandelt in sehr vielen Sachen.

00:51:04: Da gibt es zahlreiche Beispiele.

00:51:06: zum Beispiel ich finde Thema Klimawandel und Klimapolitik viel zu kurzsichtig.

00:51:12: Ich finde es schon heftig, dass sehr viele Politiker aktiv sagen, was in zehn Jahren kommt, lasst erst mal diese zehn Jahre vorüberkommen.

00:51:21: Bei den zehn Jahren ist das schon zu spät und ich find's auch schade, dass diese Themen jetzt noch zu kurz kommen... Klar wir haben komplett andere Themen, Trump als Präsident, den Iran-Krieg, der da gerade antwortet, wir haben immer noch ein kämpfendes Ukraine seit vier Jahren, solange wie ich im Jungen Parlament aktiv bin wenn man so sehen will Aber der

00:51:42: Klimawandel macht keine Pause?

00:51:43: Genau,

00:51:43: er macht auf jeden Fall keine Pause und das sieht man ja auch.

00:51:45: Also muss nur einmal die Woche schauen dann kommt schon eine Reportage von irgendeiner Naturkatastrophe, die auf irgendeine Art und Weise schon auf dem Klimawandel zurück zufolge ist.

00:51:55: Und das ist halt so ne Sache dass entweder man handelt jetzt, man sagt immer Ja okay Deutschland was soll denn Deutschland bewirken?

00:52:02: ab Punkt wo die meisten CO²-Ausstoße an Indien, China und die USA liegen.

00:52:09: Ja gut man kann ja nicht immer ein Leben lang sagen ja nee du bist schuld und ich mache gar nichts.

00:52:13: so funktioniert das nicht.

00:52:14: Ich finde sogar Deutschland könnte da sogar in der EU innerhalb der EU eine so eine Art Anführerrolle zu sein aufnehmen um eben halt diesen grünen Wandel voranzutreiben.

00:52:25: Deutschland hätte solche krasse Chancen da rein zu investieren und da auch so gesehen neue Branche in Lebens zu wecken.

00:52:31: und dann kommt nochmal neue Jobs.

00:52:32: aber ich bin ja nicht der der es entscheidet Vielleicht bin ich später, wer weiß.

00:52:37: Aber es ist auf jeden Fall so eine Sache diese Kurzsichtigkeit, dass man immer nur auf die kurzfristigen Lösungen guckt weil man einfach das Problem schnell los haben will.

00:52:47: Es ist ja genauso wie beim Fußballtraining wenn der Trainer sagt ah da hast du ja einen Fehler gemacht ne?

00:52:52: Ja ja ich mach das jetzt wieder gut.

00:52:54: Nein!

00:52:55: Man arbeitet dran und dann langfristig kommt dieser Fehler eben halt gar nicht mehr.

00:53:00: Das ist halt so eine Ebene die mich persönlich... gestört hat.

00:53:04: und dass man es leider immer noch so ein bisschen sieht, wenn man auch so sieht das Durchschnittseilteil im Kabinett von unserer Bundesregierung was euch sich fünftig ist oder über fünfzig auf jeden Fall zumindest so kommt's mir rüber.

00:53:16: Ist nicht böse gemeint.

00:53:17: Das ist auch bei bestem wenig zu alt möchte ich auch immer sagen.

00:53:21: aber Es geht einfach darum diese Kurzsichtigkeit das kommt immer wieder viel zu doll vor dafür dass man bedenkt die meisten Politiker Wahrscheinlich sogar nach einer Wahlperiode, wahrscheinlich sogar aufhören.

00:53:36: Und dann haben die eben halt... Fühlen sie danach noch ein gutes Leben?

00:53:39: Dann sagen sie, ja okay für mich bis ich immer so von dieser Welt gehe in einem hohen Alter, hoffentlich wünsche ich für alle.

00:53:46: Dann sagen die ok, die Welt ist ja noch in Ordnung.

00:53:48: aber wenn ich irgendwann dieses Alter erreicht habe, dann ist es schon deutlich schlimmer und ich will dann gar nicht wissen wie das dann aussehen sollte Wenn ich irgendwann wirklich auch Kinder zu der Welt setzen sollte weil Ich kann mir nicht forschen wie es dann aussehn soll in so zehn, zwanzig Jahren.

00:54:03: Das ist halt so eine Sache die ich finde leider bis heute versäumt wird.

00:54:29: Dass Sie zu uns gekommen sind, danke Ihnen beiden für das Gespräch.

00:54:34: Danke Ulrike, dass wir es zusammengemacht haben hier.

00:54:35: Herzlich

00:54:36: gerne!

00:54:36: Das war

00:54:37: Hatz Gehört mit einer Wahl-Spezialfolge.

00:54:40: Danke fürs Zuhören.