TdW: Großbrand in der Wäscherei bei Sorsum – so soll es weitergehen
Shownotes
Mehr als 120 Feuerwehrleute kämpften in der Nacht auf Dienstag mit den Flammen, die aus der Großwäscherei der Diakonie Himmelsthür in Sorsum loderten. Gemeinsam konnten sie eine Ausbreitung der Flammen auf weitere Gebäude verhindern, auch befand sich keine Mitarbeiterin oder kein Mitarbeiter mehr in Lebensgefahr. Die Wäscherei war allerdings nicht mehr zu retten. HAZ-Fotograf Chris Gossmann war als Erster vor Ort. Er erzählt, wie er die Nacht erlebt hat. HAZ-Redakteur Joscha Röhrkasse war am Dienstagmorgen bei der abgebrannten Wäscherei. Er erklärt, warum die Krankenhäuser wohl keinen großen Wäsche-Engpass befürchten müssen und wie es mit den Mitarbeitenden weitergehen soll.
Gastgeber: Ole Klein Gast: Chris Gossmann, Joscha Röhrkasse Schnitt/Postproduktion: Ole Klein
„HAZ gehört“ – die Audiomarke des Medienhauses Gerstenberg ist eine Produktion der Hildesheimer Allgemeinen Zeitung.
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00:00:00: Es ist Montagabend, kurz nach acht
00:00:03: Uhr.
00:00:04: Über Sorsum leuchtet ein orangschfarbender Himmel.
00:00:09: Wer aus Richtung Hildesheim kommt, sieht den Rauch schon von weitern.
00:00:14: In der Wäscherei der Diakonie brennt es, und zwar so heftig, dass die Feuerwehr die Alarmstufe erhöhen muss.
00:00:23: Mehr als hundertzwanzig Einsatzkräfte kämpfen die ganze Nacht gegen die Flammen.
00:00:29: Es ist eisig kalt, Das Löschwasser gefriert auf dem Boden, immer wieder gibt es Probleme mit der Wasserversorgung.
00:00:38: Rollcontainer voller Wäsche wirken wie Brandbeschleuniger, das Feuer frisst sich durch Teile des Gebäudes.
00:00:46: Zwischenzeitlich steht sogar im Raum, dass Wände und Decken einstürzen könnten.
00:00:52: Am Ende bleibt eine ausgebrannte Halle, zerstörte Maschinen und einige offene Fragen.
00:00:58: Für die Feuerwehr, die Diakonie, und die dreihundertsechzig Menschen, die hier gearbeitet haben.
00:01:06: Ich
00:01:07: spreche heute mit zwei Kollegen, die in dieser Nacht ganz nah dran waren.
00:01:11: Mit Chris Gossmann und seinem Fotografen, dem ersten vor Ort.
00:01:17: Und mit Joscha Rörkasse, der einen Tag später da war und recherchiert hat, wie es jetzt weitergeht.
00:01:24: Mein Name ist Ole Klein und damit herzlich willkommen zu Hatz Gehört, dem Thema der Woche.
00:01:33: gehört.
00:01:37: Chris, du warst der erste von uns vor Ort.
00:01:40: Wann wurdest du angerufen?
00:01:42: Wann wurde dir das Publik, das da etwas brennt?
00:01:45: Ich habe den Anruf von einem mir bekannten Informanten bekommen.
00:01:51: Das war gegen zwanzig Uhr an dem Montag.
00:01:54: Da hätte
00:01:57: ich die Kenntnis bekommen, dass es brennt und damit ich losgefahren.
00:02:01: Wusstest du da schon, ob Menschenleben in Gefahr sind oder war das noch völlig offen?
00:02:05: Nee, also zu dem Zeitpunkt wusste ich noch gar nichts.
00:02:07: Ich hatte nur die Information bekommen, dass in Sorsum vermutlich in der Großwäscherei oder in dieser Gemeinschaftswäscherei ein Feuer ausgebrochen ist.
00:02:18: Und dann bin ich einfach erst mal losgefahren.
00:02:20: Und da war noch nichts bekannt über Schadens-, Personenschäden oder ähnliches.
00:02:28: Genau, das sollten wir auf jeden Fall sagen.
00:02:30: Es ist kein Mensch bei diesem Brand gestorben.
00:02:33: Du hast gesagt, du hast den Anruf um ... Ich
00:02:40: war schlicht und ergreifend zu Hause.
00:02:46: Ich weiß nicht mehr, was ich gemacht habe, aber auf jeden Fall war ich jetzt nicht mehr in der Redaktion oder im Dienst oder solche Sachen.
00:02:52: Aber das ist ja bei uns Fotografen.
00:02:55: ist das ja relativ.
00:02:56: Das heißt, wenn was los ist, sind wir automatisch dann im Dienst und fahren dann los.
00:03:02: Ja, ja.
00:03:03: Und das ist mal, bin ich das, mal ist das jemand anders, aber meistens bin ich das.
00:03:08: Hast du dein Handy dann immer dabei, weil du weißt, es könnte jederzeit einen Anruf kommen, wo gesagt wird, fahr bitte da und dahin, dass irgendwas passiert?
00:03:15: Ja.
00:03:15: Also das Handy ist immer am Mann und mit Ausnahme im Urlaub oder wenn ich genau, weil ich bin überhaupt nicht im Lande, überhaupt nicht in Hildesheim, dann ist das auch schon mal aus.
00:03:27: Ja, Scham, schön, dass du da bist.
00:03:29: Wann bist du zur Wäscherei gekommen und was war dein Eindruck, als du da warst?
00:03:34: Ja, hallo Ole, also... Ich hab am Dienstagmorgen schon, als ich gerade noch dabei war, die Kinder fertig zu machen, direkt eine SMS von unserem stellvertretenden Chefredakteur Christian Wolters bekommen, der mir mitgeteilt hat, ich brauche gar nicht, dass in die Redaktion kommen.
00:03:50: Ich soll direkt die Reporterstiefel schnüren und rausfahren nach Sorsum zu dem Großbrand in der Wäscherei.
00:03:56: Wie viel Uhr war's da?
00:03:59: Die SMS kam irgendwie so kurz vor acht und ich war dann kurz nach neun, war ich dann ... in Soasum.
00:04:05: Ja, okay.
00:04:07: Ja.
00:04:08: Ich hab das Auto relativ weit vorne vor dem Gelände abgestellt, bin dann ausgestiegen, hab ja aus der Ferne schon die Einsatzwagen der Feuerwehr gesehen, Katastrophenschutz war auch da.
00:04:19: Ja.
00:04:21: Rettungswagen, allerdings nur für den Fall der Fälle, dass einem der Feuerwehrleute etwas zustoßen sollte.
00:04:28: Klar.
00:04:29: Dann bin ich ausgestiegen und draußen waren's an dem Dienstagmorgen ungefähr minus drei Grad.
00:04:34: Und mir schlug so diese eiskalte Januarluft entgegen, die man normalerweise ganz gut atmen kann.
00:04:41: Aber es mischte sich auch sofort dieser beißende Geruch von Feuer da drunter.
00:04:48: Hat es noch gebrannt, als du da warst?
00:04:51: Nicht so stark wie in der Nacht zuvor.
00:04:53: Also in der Nacht zuvor waren ja mehr als hundertzwanzig Feuerwehrleute im Einsatz, mittelsch Robotern und allem.
00:04:59: Und haben die ... den Großbrand echt gut in den Griff gekriegt.
00:05:06: Aber es sind immer wieder kleinere Feuer entstanden in der Großwäscherei, was ja auch, was vor allem darin liegt, dass da viel leicht brennbares Material in dem Gebäude war.
00:05:24: Also
00:05:25: Großwäscherei,
00:05:26: die nach eigenen Angaben täglich vierzigtausend Kilogramm Wäsche verarbeitet.
00:05:33: Das ist eine riesige Menge.
00:05:34: Vierzigtausend Kilogramm Wäsche pro Tag ist Wahnsinn.
00:05:38: Ja, das ist wirklich richtig viel.
00:05:41: In dem Betrieb arbeiten dreihundertsechzig Leute.
00:05:45: Da wurde einfach richtig viel Wäsche verarbeitet.
00:05:49: Das war das Falt, sogenannte Faltwäsche.
00:05:53: Das sind in aller Regel so Bettwäsche und Handtücher, solche Sachen, die man eben gut falten kann.
00:06:02: Diese Textilen werden dann gestapelt in solchen Rollwagen aus Metall.
00:06:07: Und das war bei dem Feuer eben die besondere Herausforderung, weil das dicht gestapelt war wie Pappel.
00:06:13: Und wenn da drin immer noch ein Funken ... sich versteckt hatte sozusagen, fing das immer wieder an zu glühen.
00:06:22: Ja, d.h.
00:06:23: da haben sich Glutherde entwickelt die ganze Zeit, ne?
00:06:25: Immer wieder in diesen Rollcontainern mit der Wäsche drin.
00:06:30: Deswegen musste die Feuerwehr da auch hin und mit sogenannten Einreishaken diese Wäsche aus diesen Rollwagen rauszerren und auseinanderziehen, damit das nicht immer wieder anfängt zu brennen.
00:06:45: Naja, also da ... Da waren sie nicht viel Wäsche drin, da waren diese Rollwagen drin, da waren Maschinen drin, also Waschmaschinen, Trockner, Legemaschinen.
00:06:57: Und alles in allem einfach viel, also sehr, alles in allem einfach ein sehr unüberschaubares Durcheinander kann man sagen, wo immer wieder kleinere Feuer entstehen konnten.
00:07:14: Also, als ich am Dienstag ankam, da ... ist auch gerade wieder ein Angriffstrupp der Feuerwehr mit Artemaske reingegangen, um genau so ein Rollcontainer wieder auseinanderzuziehen.
00:07:26: Und ... auch in der Nacht auf Mittwoch.
00:07:32: Und am Mittwoch Nachmittag musste die Feuerwehr ein zweites und ein drittes Mal dorthin ausrücken, weil es wieder angefangen hatte, so kleinere Brände zu geben.
00:07:42: Also wirklich ein schwieriges Feuer, und ich mein, du deutest es an.
00:07:47: Die Wäscherei ist komplett zerstört,
00:07:50: ist
00:07:50: jetzt schon klar, wie groß der Schaden in etwa ist.
00:07:54: Also dazu kann in diesem Moment noch niemand wirklich genaue Angaben machen.
00:07:58: Also die Polizei hat dazu noch keine Einschätzung vorgenommen und die Diakonie kann dazu auch nicht sagen, weil bislang auch noch nicht mal wirklich klar ist, was am Ende alles zerstört ist.
00:08:10: Also feststeht, dass mindestens zwanzig Tonnen Wäsche zerstört worden sind durch das Feuer.
00:08:20: Ich weiß auch von der Diakoniesprecherin Ute Quetno, dass in dem Gebäude, es gibt ja mehrere Gebäudeteile komplett zerstört, ist dieser Flachbau ganz vorne zur Straße hin.
00:08:31: Und dahinter, der mehrgeschäftige Teil des Gebäudes, der ist auch in Mitleidenschaft gezogen worden.
00:08:40: Wie schlimm, das kann aktuell noch gar keiner wirklich sagen.
00:08:44: Okay, okay.
00:08:45: Und da standen jedenfalls aber auch Server von der Wäscherei.
00:08:49: Und die sind zumindest, die sind nicht zerstört worden, aber in Mitleidenschaft gezogen worden und die hat die Diakonie schon am Dienstag ... sozusagen in die Reinigung gegeben, damit die Kunden und Kundinnen auch bald wieder über das Internet Kontakt aufnehmen können.
00:09:13: Wenn wir schon bei diesem Brandthema sind, dann sollten wir vielleicht auch über die Ursache des Brandes sprechen.
00:09:19: Du hast erwähnt, die Polizei ist da.
00:09:21: Die prüft jetzt wahrscheinlich, ob da irgendjemand... Fahrlässig oder vorsätzlich den Brand gelegt hat?
00:09:28: Oder ob es ein technischer Defekt war.
00:09:31: Stand jetzt, wir nehmen diese Folge hier am Donnerstag Nachmittag auf, steht die Brandursache noch nicht fest.
00:09:39: Die Polizei, die Brandursachen ermittelt der Polizei, die waren heute das erste Mal dort auf dem Gelände, um sich ein erstes Bild der Lage zu verschaffen.
00:09:50: Ja.
00:09:52: Die haben aber noch nicht wirklich ermittelt.
00:09:55: Heute ging es erst mal darum, den Brandort zu begutachten und einzuschätzen, ob der überhaupt schon betreten werden kann.
00:10:06: Das ist, glaube ich, nämlich die Frage.
00:10:08: Der Ort ist komplett abgebrannt und natürlich ist es schwierig da einfach so reinzugehen, weil es ja jederzeit einstürzen kann.
00:10:15: Gerichtig.
00:10:15: Also ist es wirklich sehr gefährlich.
00:10:18: Der Einsatzleiter der Feuerwehr Markus Illemann ist am Dienstagvormittag einmal mit mir an dem Gebäude, an dem Flachgebäude, das am größten zerstört, am meisten zerstört wurde, von den Langt gelaufen.
00:10:32: Und da konnte ich ganz gut sehen, wie.
00:10:35: groß die Zerstörungskraft dieses Feuers war.
00:10:38: Also die Fenster zur Straße sind wegen der Hitze alle geborsten und auf die Rasenfläche davor gefallen.
00:10:46: Und dieser Flachbau, das ist ein Leichtbaum mit vielen Aluminiumbauteilen und Trägern, die halten so großer Hitze auch nicht Stand.
00:10:55: Und da ist auf etwa zwanzig Meter die komplette Wand nach draußen gekippt.
00:11:02: Wie rausgerissen liegt die da?
00:11:04: Man kann so in das Innere sehen und auch das Flachdach ist stellenweise komplett eingestürzt.
00:11:11: Und ich habe das ja eben schon angesprochen, als ich da war, waren es minus drei Grad, in der Nacht natürlich noch kälter.
00:11:18: Die Feuerwehr löscht Brände mit Wasser.
00:11:21: Wasser gefriert bei minusgraden, was schon den Einsatz währenddessen echt erschwert hat auch.
00:11:27: was aber auch dazu geführt hat, dass jetzt auf dem Dach in so einer Mulde sich Wasser gesammelt hat in nicht geringer Menge, dass jetzt gefroren ist und natürlich noch mal mit zusätzlichem Gewicht auf dieses Flachdach drückt.
00:11:41: Was ja
00:11:42: eh schon brüchtig ist durch diesen ganzen Brand.
00:11:44: Ja.
00:11:44: Ganz
00:11:45: genau.
00:11:45: Und deswegen war die Polizei heute da und hat geschaut, inwieweit dieser Brandort jetzt sicher betreten werden kann.
00:11:54: Und es kann sogar sein, dass sie für die Ermittlungen also auch Teile des Gebäudes noch entfernen müssen, damit sie ihre Arbeit da wirklich aufnehmen können.
00:12:03: Ah,
00:12:03: okay, okay,
00:12:04: ja.
00:12:05: Dann lass uns vielleicht noch mal über die Menschen sprechen, die in der Wäscherei gearbeitet haben.
00:12:11: Für viele, viele Menschen ist das Arbeiten in der Wäscherei nämlich Tagesstruktur gewesen, auch Lebensinhalt.
00:12:27: Ja und nein.
00:12:31: Für einige Beschäftigte geht die Arbeit tatsächlich gleich weiter.
00:12:38: Was ich recht erstaunlich finde, also die Diakonie war sehr schnell dabei.
00:12:43: Alternativen zu organisieren, um einerseits ihre Beschäftigten in der Arbeit zu halten, andererseits auch um die Aufträge der Kundinnen und Kunden möglichst weiter abwickeln zu können.
00:12:57: Man muss dazu wissen, die Wäscherei in Sorsum gehört nicht allein der Diakonie Himmelt-Tür.
00:13:03: Mehrheitsgesellschafterin ist das Unternehmen C-Text-Textile-Dienstleistungen, Sie mir uns Betriebe geben, BH aus Minden.
00:13:10: Ah, okay, okay.
00:13:12: Das ist nach eigener Aussage ein großes Familienunternehmen mit Wäschereien an fünf, zwanzig Standorten in ganz Deutschland.
00:13:20: Und da sollen die jetzt hingehen?
00:13:22: Nicht an alle fünf, zwanzig Standorte.
00:13:24: Es ist tatsächlich so, dass schon am Dienstag bis dreizig Beschäftigte aus Sorsum zu dem mindener Standort gefahren sind, um dort in der Wäscherei in der Nachtschicht mit zu unterstützen.
00:13:42: Auch für andere Mitarbeitende der Wäscherei aus Sorsum geht die Arbeit weiter, nämlich für etliche Beschäftigte aus dem Bereich der Kommissionierung.
00:13:50: Die machen ihre Arbeit jetzt schon seit einigen Tagen wieder in einer alten Sporthalle auf dem Gelände der Diakonie in Sorsum.
00:13:59: Kommissionierung, da wird die Wäsche auf die Kunden aufgeteilt und für die Abholung fertig gemacht.
00:14:06: Diese Sporthalle ist eine Übergangslösung.
00:14:10: Die ist aber an sich nicht groß genug, um diese Aufträge wirklich zu Gänze abzulegen.
00:14:17: wickeln zu können.
00:14:18: Deswegen hat die Diakonie auch schon früh angedeutet, dass sie auf einer Suche, auf der Suche nach einer größeren Halle möglichst in Hildesheim sei.
00:14:29: Und nach unserer Berichterstattung haben sich dann auch tatsächlich schon Leute von sich aus bei der Diakonie gemeldet und entsprechende Angebote unterbreitet.
00:14:37: Ah, okay, okay, ja, ja.
00:14:39: Also
00:14:39: Unternehmenssprecherin Ute Quetno, die Sprecherin der Diakonie, hat angekündigt, dass im Verlauf der kommenden Woche das schon in eine andere größere Halle irgendwo in Hildesheim verlegt werden soll.
00:14:55: Das
00:14:55: heißt, die Arbeiterinnen und Arbeiter haben entweder da noch Arbeit oder werden zumindest teilweise verlagert?
00:15:02: Ganz genau, ganz genau.
00:15:05: Andere wiederum sind jetzt sozusagen zwangsbeurlaubt.
00:15:09: bis zum Ende des Monats, so wünscht es sich die Diakonie, soll aber ein Konzept erarbeitet werden, dass es den Beschäftigten, aber auch den Kundinnen und Kunden ermöglicht, wieder zu einer gewissen Regelhaftigkeit zurückzufinden, womit dann also dieser Arbeitsalltag und diese Lebensstruktur, die du angesprochen hast, auch wieder gegeben wäre.
00:15:34: Ja, ja, das sind ... Trotz dieser wirklich dramatischen Nachrichten, ganz schöne Nachrichten zwischendrin, finde ich.
00:15:42: Ich finde es ziemlich beeindruckend, wie schnell die Diakonie, auch jetzt mit Hilfe von Seatex, die Dinge da ins Laufen bringt.
00:15:53: Also Endeffekt, dass schon am Dienstag Leute nach Minden gefahren worden sind, ist natürlich auch eine Strecke.
00:16:02: Also für die zwanzig bis dreißig Beschäftigten, die da hinfahren, ist das sicherlich jetzt auch ...
00:16:07: Dauert ein bisschen, ja, ja.
00:16:08: Ja, also allein die Zugfahrt nach Minden dauert im Schnitt anderthalb Stunden.
00:16:12: Sitex hat die Leute dann in Minden am Bahnhof von Taxis abholen lassen und eben in die Wäscherei gefahren und auf Rückweg auch wieder zurück.
00:16:19: Aber die Fahrzeiten eingerechnet waren, diese Nachtschichtler, Dienstag auf Mittwoch von ein, zwanzig Uhr bis sechs Uhr, dreißig unterwegs.
00:16:27: Das ist einiges an Zeit.
00:16:29: Ja, das stimmt.
00:16:31: Lass uns vielleicht abschließend noch mal darüber reden.
00:16:35: Die Wäscherei ist komplett abgebrannt.
00:16:37: Viele Krankenhäuser haben da ihre Wäsche gewaschen oder ihre Wäsche ausgeliehen und da waschen lassen.
00:16:43: Wie geht das jetzt weiter?
00:16:44: Entsteht jetzt ein Engpast daraus?
00:16:46: Werden manche Krankenhäuser dann keine Bettwäsche mehr haben?
00:16:49: Wie sieht es da aus?
00:16:50: Also ... Kleiner Engpass ist wahrscheinlich schon zu erwarten.
00:16:57: Die Diakonie tut, wie ja schon bereits beschrieben, alles, um das möglichst zu verhindern.
00:17:03: Sitex hat jetzt auch noch neben drei andere Standorte aktiviert, die sich um die Abwicklung der Sorsoma-Aufträge kümmern sollen.
00:17:13: Das sind Köten, Kalken, Kirchen und Berlin.
00:17:17: Ah, okay, ja.
00:17:18: Genau, in Berlin wird Bewohnerwäsche gewaschen und in Költen, Költen, Kirchen und in Minden wird diese sogenannte Flachwäsche gewaschen.
00:17:26: Das sind überwiegend Handtücher und Bettwäsche.
00:17:31: Und meistens handelt es sich bei dieser Art Wäsche um Mietwäsche, also die im Besitz der Wäscherei ist, die dann an die Einrichtungen an die Krankenhäuser und Pflegeheime als Massenware vermietet wird.
00:17:45: Und die Krankenhäuser und Pflegeeinrichtungen haben in aller Regel, so sagt es zumindest Diakonie-Sprecherin Ute Quedo, für ein bis drei Tage Wäsche auf Halde.
00:17:56: Ah, okay, okay.
00:17:57: Das heißt, selbst solche dramatischen Sachen wie Brände lassen sich zumindest kurzweilig überbrücken.
00:18:04: Kurzweilig lässt sich das überbrücken.
00:18:06: Diakonie ist auch zuversichtlich, dass bis Ende der Woche alles wieder soweit ins Laufen gekommen ist.
00:18:12: mithilfe der anderen Standorte, dass die Kundinnen und Kunden wieder soweit versorgt sein sollen, dass sie arbeiten können.
00:18:19: Also ohne Einschränkung.
00:18:21: Plus, es gibt für solche Fälle im Kundenvertrag immer auch so ein Havarie-Konzept.
00:18:28: Das heißt, die Krankenhäuser und Pflegeheime müssen jetzt nicht selber sich darum kümmern.
00:18:32: Übergangsweise, wenn nötig ... von anderen Dienstleistern oder Lieferanten neue Wäsche zu beziehen.
00:18:41: In so einem Fall wie dem jetzt eingetretenen, ist das die Aufgabe der Diakonie und von SITEX.
00:18:48: Also das sieht der Vertrag vor.
00:18:51: Die Diakonie organisiert jetzt für die betroffenen Einrichtungen auch Ersatz, wenn nötig von anderen Dienstleistern.
00:18:58: Das ist momentan alles, was wir zu dem Feuer wissen.
00:19:01: Wir können euch aber versprechen.
00:19:03: Wir halten euch updated auf der Website www.hildesheimer-allgemeine.de.
00:19:10: Die jetzigen Artikel haben wir euch in den Show notes verlinkt.
00:19:13: Dann bleibt mir nur noch, mich zu bedanken.
00:19:16: Einmal bei Chris, vielen lieben Dank, dass du hier warst.
00:19:19: Ja,
00:19:19: danke.
00:19:20: Und auch bei Joscha, auch vielen lieben Dank, dass du hier warst.
00:19:23: Ohle,
00:19:24: sehr gerne.
00:19:24: Und...
00:19:25: Liebe Leserinnen und Leser, vielen lieben Dank fürs Zuhören.
00:19:29: Wir hören uns nächste Woche wieder an gewohnten Platz.
00:19:33: Bis dahin,
00:19:33: tschau tschau.
00:19:59: Joshua, vielen vielen Dank, dass du da warst.
00:20:02: Chris, vielen lieben Dank, dass du hier warst.